Egon Schieles Selbstporträts: Zwischen Existentialismus und franziskanischer Spiritualität

Egon Schiele, Selbstporträt, Leopold Museum, Wien (Foto: Dr. Ambrózy)

In Zusammenarbeit mit der Akademie für Weiterbildung im Waldhof - Galt der vor 100 Jahren jung verstorbene Egon Schiele (1890-1918) bisher als ein von Erotik und Hässlichkeit krankhaft Besessener, so zeichnen die jüngsten Forschungen des referierenden Wiener Schielekenners Dr. phil. Johann Thomas Ambrózy ein anderes Bild. Die Entschlüsselung seines allegorischen Werkes beweist, dass Schiele ein Verehrer des Franz von Assisi war: also nicht nur ein eindringlicher Darsteller menschlicher Einsamkeit, sondern zugleich ein Verfechter hoher Ethik und leidenschaftlicher Spiritualität. Dies demonstriert der Vortrag auch anhand der konkreten Enträtselung etlicher bisher unverstandener Selbstbildnisse.

Bitte beachten Sie:
Ergänzend wird Dr. Ambrózy bei seinem Bildvortrag "Klimt und Schiele - zwei Wiener Maler in den letzten Tagen der Donaumonarchie" am 22. 4., 15-17 Uhr, im Waldhof anhand konkreter Beispiele zeigen, was diese zwei unterschiedlichen Maler in ihrer künstlerischen Praxis ästhetisch trennte, aber ethisch-menschlich verband (Waldhof Akademie, Im Waldhof 16, 79117 Freiburg, Tel. 0761/67134, weitere Informationen: www.waldhof-freiburg.de).

Dr. Johann Thomas Ambrózy (Herausgeber des Schiele-Jahrbuchs, Wien)
Mo, 23.4., 19.30-21.45 Uhr
VHS im Schwarzen Kloster, Theatersaal
6 € (Abendkasse, mit Vortragspass gebührenfrei)

 

 

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