„Geheimnis - Ein gesellschaftliches Phänomen“

In Zusammenarbeit mit der Nemetschek-Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung - Galt die Kunst des Verbergens lange Zeit als große kulturelle und soziale Errungenschaft, wird im 21. Jh. das „Zeitalter der Transparenz“ ausgerufen. In unserer modernen Informationsgesellschaft mit ihren neuen Technologien hat sich das gesellschaftliche Verhältnis zum Geheimnis stark verändert. Doch was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Welche Auswirkungen hat das für unser demokratisches Zusammenleben? „Geheimnis - Ein gesellschaftliches Phänomen“ setzt sich mit diesen
wichtigen Gegenwartsfragen auseinander, vor allem mit dem Spannungsverhältnis zwischen Geheimhaltung und Transparenz. Kernstück des Projekts ist eine interaktive Ausstellung: Vom Staatsgeheimnis über das Betriebsgeheimnis bis hin zum Beichtgeheimnis und Familiengeheimnis erwarten die Besucherinnen und Besucher spannende, informative und interaktive Installationen
sowie künstlerische Objekte.

Ausstellungseröffnung:
Mi, 21.11., 19.30 Uhr, VHS-Galerie
Begrüßung: Daniel Mühl, Einführung: Dorothee Riese


Darf die Regierung Geheimnisse haben?
Vortrag

Auf den ersten Blick stehen Geheimhaltung und Demokratie im Widerspruch. Ohne Informationen und
Öffentlichkeit können demokratische Wahlen und Entscheidungsfindung nur schlecht funktionieren. Doch gibt es auch notwendige Geheimnisse? Und kann ein Parlament einer Regierung „gestatten“, Geheimnisse zu haben, obwohl es damit Kontrollmöglichkeiten aufgibt? Der Vortrag wirft einen Blick darauf, was Geheimnisse eigentlich ausmacht und ob sie mit demokratischen Anforderungen vereinbar sind. An zwei Beispielen, Nachrichtendiensten und öffentlich privaten Partnerschaften, wird nachgezeichnet, wie im Deutschen Bundestag über die Frage nach demokratischer Geheimhaltung diskutiert wird.

Dorothee Riese
Mi, 21.11., 19.30 Uhr, VHS im Schwarzen Kloster, Theatersaal

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