Die VHS-Neugründung 1946



Schon am 1. Mai 1946 wurde die Volkshochschule Freiburg unter Anwesenheit des französischen Generals Schwartz im Kaufhausaal wiedereröffnet. Dieser Neubeginn geschah unter dem Einfluss der Alliierten und knüpfte an die Volkshochschule der Weimarer Zeit mit ihrer demokratischen Ausrichtung an. Wie für alle war in einer zusammengebrochenen Gesellschaft ein neuer Anfang schwer. Alltagsprobleme und eine gewisse Politikverdrossenheit standen im Vordergrund, nicht Bildungsfragen. Dennoch waren die 36 Veranstaltungen im ersten VHS-Semester nach dem Krieg sehr gut besucht. Die „Hörer“, wie man seinerzeit sagte, waren in den ersten Semestern überwiegend Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Arbeiter und Handwerker, Berufslose und Hausfrauen. Berufs- und Fachausbildungen und Kurse für die Berufsförderung, z.B. Stenographie oder Buchhaltung gewannen an Bedeutung. Neben dieser Ausrichtung auf Bedürfnisse des praktischen Lebens blieben allgemeine Angebote sehr wichtig, etwa die Arbeitsgemeinschaft „Recht und Gemeinschaft“ mit freien Aussprachen zu politischen, sozialen und ethischen Problemen der Zeit.

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