Von „Deutsch für Ausländer“ zu „Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache“



Im Sommersemester 1963 wurde erstmals ein Deutschkurs für Menschen angeboten, deren Muttersprache nicht Deutsch war. Der Kurstitel hieß einfach „Deutsch für Ausländer“. Die Nachfrage nach Deutschkursen wuchs stetig und das Angebot wurde differenzierter. 1972/73 gab es den ersten Vorbereitungskurs für das „Zertifikat Deutsch“, einer international anerkannten Deutschprüfung. Neben Teilzeitkursen mit wöchentlich drei Unterrichtsstunden etablierten sich Tagesklassen mit 20 Unterrichtsstunden pro Woche. Aus „Deutsch für Ausländer“ wurde im Jahr 1977 „Deutsch als Fremdsprache“. Eine Neuerung war 1999 die Umstellung von Semestern auf Trimester. So haben Interessierte dreimal jährlich die Möglichkeit, einen Kurs zu starten und Prüfungen abzulegen. 2004 nahmen 1.755 Personen an 169 Kursen und Prüfungen teil. Bald nach Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes (1.1.2005) bot die VHS Freiburg Integrationskurse an: Neu zugewanderte Personen haben seitdem die Möglichkeit, aber auch die Pflicht, einen Deutschkurs zu besuchen. Ende 2006 lag die Zahl der Unterrichtseinheiten im gesamten Deutschbereich bei ca. 17.000, wobei 42 % durch Integrationskurse abgedeckt wurden.

Heute, 56 Jahre nach dem ersten „Deutschkurs für Ausländer“, ist dieser Bereich ein eigener Schulbetrieb innerhalb der VHS Freiburg mit aktuell 1.429 Teilnehmenden. Im Sommersemester 2019 wurde er in zwei Fachbereiche aufgeteilt: „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) für alle, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, und „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) für Zugewanderte, die auf Dauer in Deutschland leben wollen.

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