"Megalithisch Nord" - Steinharte Indizien für jungsteinzeitliche Orientierung in Europa

Die Ausbreitung der sog. megalithischen Kulturphänomene war allem archäologischen Anschein nach verbunden mit einer genauen Bestimmung des nördlichen Himmelspols. Hinzu kam offenbar eine gedankliche Positionierung der jeweils eigenen Gemeinschaft an der irdischen Entsprechung dieses vermeintlichen "Zentrums des Kosmos". Diese Beobachtungen werden in diesem Matinee-Vortrag anhand eines Überblicks über bekannte und weniger bekannte archäologische Hinterlassenschaften in Europa und Asien veranschaulicht. So können sowohl symbolische Orientierungen im Totenbrauchtum/Ahnenkult  sowie eine seit dem frühen Neolithikum systematische Navigation zur See neu bewertet werden. In anschließenden Seminaren können Sie das Thema für drei von mehreren Teilregionen vertiefen.

Dr. Stefan Mäder, Archäologe
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So, 17.11., 11.00-12.30 Uhr
VHS im Schwarzen Kloster, Rotteckring 12, Theatersaal
6 € (Tageskasse, mit VHS-Vortragspass gebührenfrei)

Seminare

Navigation und Orientierung in der Bretagne, ca. 5000 - 2500 v. Chr.

Die Bretagne als eine Ursprungsregion der europäischen Megalithik - hier geben sowohl Felsgravuren als auch die Anordnung von Grabbeigaben Auskunft über ein "steinernes Weltbild". - Anmeldung erforderlich.

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Mi, 20.11., 20.00-21.30 Uhr
VHS im Colombi-Eck, Friedrichstr. 52, Raum 26
10 € Anmeldung erforderlich.

Schälchen, Kreise und Gräber auf den Britischen Inseln, ca. 3000 - 1500 v. Chr.
Dolmen, Steinkreise, Stelen und Felskunst an exponierten Felspartien zeigen die Bedeutung eines prähistorischen Zentralismus. Stonehenge und ein einsames Tal in den schottischen Highlands sind zwei spektakuläre Schlüssel zu einem von der Archäologie vernachlässigten Konzept. - Anmeldung erforderlich.

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Mi, 27.11., 20.00-21.30 Uhr
VHS im Colombi-Eck, Friedrichstr. 52, Raum 26
10 €

Grabkunst und Zentralismen: Baden-Württemberg, Schweiz, Italien u.a. (3500 - 1500 v. Chr.)
Auch quasi vor der eigenen Haustür finden sich megalithische Hinterlassenschaften, deren Aussagewert demjenigen der spektakulären Monumente in der Bretagne, England und Irland kaum nachsteht. - Anmeldung erforderlich

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Mi, 4.12., 20.00-21.30 Uhr
VHS im Colombi-Eck, Friedrichstr. 52, Raum 26
10 €

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