Das Rucksack-Programm gewinnt den FAIR-ways-Förderpreis 2021

Das Freiburger Rucksack-Programm, das an die Volkshochschule Freiburg angegliedert ist, erhält als einer von 39 Preisträgern den FAIR-ways-Förderpreis 2021 des SC Freiburg. Mit der Fördersumme von 4000 Euro können ein ganzes Kita- oder Schuljahr lang zusätzliche kostenlose Deutschkurse für Eltern und Familien angeboten werden, die am Rucksack-Programm teilnehmen.

Die beiden Programmkoordinatorinnen Naima Ait Rais und Monika Nickelsen freuen sich, dass sie die FAIR-ways-Jury mit ihrem Konzept überzeugen konnten: „Das ist eine tolle Wertschätzung unserer Arbeit.“ Im Rahmen des Rucksack-Programms können teilnehmende und andere interessierte Eltern - vor allem Mütter – in den Rucksack-Einrichtungen kostenlose Deutschkurse besuchen, die Kinder sind währenddessen betreut. Die Mütter gehen, wenn sie ihre Kinder in die Kita oder die Schule bringen, direkt weiter zum Kurs. Dort lernen sie gemeinsam mit anderen, ihnen bekannten Müttern 90 Minuten lang. Die Inhalte orientieren sich an dem, was die Teilnehmenden interessiert und brauchen. Die Dozenten konzipieren zu den vorher erfragten Themen wie Besuch beim Arzt, Elterngespräche führen oder Entschuldigungsschreiben verfassen individuelle Lerneinheiten mit Wortschatz, Grammatik und Redewendungen, die in der Gruppe erarbeitet und in Rollenspielen erprobt werden. Dieses bedarfs- und alltagsorientierte Vorgehen sowie der geschützte Rahmen führen zu einer hohen Lernmotivation und Lernerfolgen. Die verbesserten deutschen Sprachkenntnisse ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und führen zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins der teilnehmenden Eltern. Davon profitieren auch die Kinder. Die Eltern trauen sich vermehrt, an Aktionen in Kita oder Schule und anderen Lebensbereichen teilzunehmen und sich aktiv für die Belange ihrer Kinder einzusetzen.

Der SC Freiburg unterstützt mit seinen 13 FAIR-ways-Partnern gemeinnützige Institutionen und Vereine aus der Region, die sich wie der Sportclub in den Bereichen Bewegung, Bildung, Umwelt und Solidarität engagieren. Insgesamt sind dieses Jahr 70.000 Euro vergeben worden, es gab 108 Bewerbungen.

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